Auszüge aus dem Buch Schach in Württemberg von Eberhard Herter. Das Buch ist auch mit freundlicher Genehmigung des Verlags und des Autors zum Download verfügbar.
Resultate 8 bis 8 von 14,

Der Schwäbische Schachbund - Mannschaftswettbewerbe
 Die Mannschaften Ue 4 Mann) spielten in Klassen A, B, evtl. C, nach Spielstär-
ke, notfalls mit weiterer Unterteilung (BI, BII, usw.), so dass jeweils ca. 6 bis 10 
Mannschaften in einer Klasse waren. Der Modus dürfte drei Runden Schweizer 
System mit Wertung der Summe der Einzelpunkte gewesen sein. Hierzu konnte 
keiner der befragten älteren Schachfreunde dem Chronisten eine klare Auskunft 
geben. Es waren häufig insgesamt ca. 40 Mannschaften beteiligt. 1939 brachte 
mit 80 Mannschaften eine Rekordbeteiligung [81 ]. 
Im Gegensatz zu der Liste der Einzelsieger ist eine Liste der Mannschaftssieger 
der Schwäb. Schachkongresse insofern überflüssig, als der SV Stuttgart 1879 
fast regelmäßig Erster wurde, so dass es einfacher ist, die Ausnahme von der 
Regel anzugeben. 
Die Überlegenheit des Vereins in den zwanziger Jahren lässt sich u.a. daran 
ablesen, dass - wenn man Heß, der ja später Mitglied wurde, mit einrechnet - 
alle Einzelsieger bis einschließlich 1924 dem Verein angehören. Ein anderes 
Beispiel gibt das württembergische Kontingent bei einem Länderkampf Süd-
deutschland - Schweiz an 1 2 Brettern 1 923 Heß am Spitzenbrett; Eiche, 
Eisack,  Scheck (alle 1 879) [67]. 
Schwäbischer Schachkongress Pfingsten 1935 in Stuttgart. 



Dem Chronisten liegen inzwischen Unterlagen über die überwiegende Mehrzahl 
der Mannschaftswettbewerbe der Schwäbischen Kongresse vor. Zwar gab es 
gelegentlich Niederlagen in einzelnen Runden, auch soll einmal 1 879 II vor I 
gelandet sein. Aber ein anderer Turniersieger als Stuttgart ist bei dem vorlie-
genden Material bis  einschließlich  1939 nur einmal nachgewiesen [82]: 1933 
wurde Esslingen, das in jenen Jahren mit Dr. Rahn, Hochmuth, Gebr. Bihl [78] 
eine Schachhochburg war, Erster! Im Jahre 1 939 meldete 1879 folgende Spie-
ler: Heß, Klumpp, Dr. Ludwig, Lutz, A. Morlock, Hans Schmid, Siewerth, Zai-
ser (alphabetische Reihenfolge), sowie Eiche und Honegger [5]. Erst als der 
Krieg die  Aufstellungen durcheinander brachte, endete die Serie: 1940 wurde 
Untertürkheim Meister [46], und 1941 sowie 1942 Cannstatt [68], [83]. 
Die Einzelturniere des Schwäbischen Schachbundes waren das Meisterturnier 
und (von wann an?) eine Klasse darunter, die in der Regel nach dem Vorbild des 
DSB als Hauptturnier bezeichnet wurde.  Ebenso nach dem Vorbild des DSB gab 
es einen Einzelsieger im Meisterturnier, ggf. nach Stichkampf, den »Meister des 
Schwäbischen Schachbundes« oder »Meister von Württemberg«, und anderer-
seits Spieler, welche eine gewisse - im Lauf der Jahre wohl nicht immer gleich 
definierte - Meisternorm erfüllt hatten, also z.B. Sieg im Hauptturnier, Spielbe-
rechtigung  bzw.  gewisse Prozentzahl der Punkte im Meisterturnier: »Schwäbi- 
sche Meister«. Da die beiden Begriffe selbst in der aktuellen Berichterstattung 
der damaligen Zeit häufig verwechselt werden, ist es nicht verwunderlich, dass 
bei mancher  nach  dem 2.  Weltkrieg  auf Grund  mündlicher Überlieferung ent-
standener Vereinschronik ein Schwäbischer Meister sich plötzlich zum Meister 
von Württemberg gemausert hat. 
Aus der Festschrift „100 Jahre SSF 1 879" stammt die Liste der Einzelsieger, 
welche durch entsprechende primäre Literaturstellen belegbar ist, wobei  natür-
lich auch jene Stellen fehlerhaft sein können. Es wurde grundsätzlich darauf 
ver zichtet,  die Lücken durch Verwendung von Sekundärliteratur zu schließen. 
Da in der Regel der Austragungsort und das genaue Datum der Turniere be-
kannt ist, kann mit Hilfe der Archive der Lokalpresse leicht vollends exakte 
Klarheit gewonnen werden, was dem Chronisten aus Zeitgründen nicht mehr 
möglich war. 
Nachstehend soll die Liste der Einzelsieger bis 1943 durch einige Zusatzinfor-
mationen  ergänzt werden. Dem Chronisten liegt die erste Meldung über eine 
Meisterschaft nach dem 1 . Weltkrieg aus dem Jahre 1 920 vor. 
In der Zeit vom 27. bis 31.12.1920 wurde in Stuttgart ein »Landesturnier« ge-
spielt, aus Zeitgründen in zwei gleichstark besetzten  Gruppen.  Mit jeweils gro-
ßem Vorsprung siegten Elison (Stuttgart) und Heß (Gmünd, früher Akad. Schach-
club München); beide erhielten die Meisterwürde  des Bundes  
zuerkannt [61]. 

Resultate 8 bis 8 von 14,