Auszüge aus dem Buch Schach in Württemberg von Eberhard Herter. Das Buch ist auch mit freundlicher Genehmigung des Verlags und des Autors zum Download verfügbar.
Resultate 12 bis 12 von 14,
Füerstenhof
Auch ein Lokalwechsel erschien für die meisten Mitglieder unausweichlich, doch gab es sicher auch Stimmen, die der neuen Zeit nicht alles ohne weiteres preisgeben wollten. Gottlieb Wöhr, Ehrenmitglied des Vereins und Mitglied seit 1913 bis zu seinem Tode 1977, schrieb [32]: »Der Wirt war Jude, ich war der Letzte, der ging.« Der Vorstand hatte sein Amt niedergelegt. Nach einer kurzen Zeit unter dem kommissarischen Vorsitz von Dr. Frommel (?) [33] konsolidierte sich der Verein während der einjährigen Vorstandschaft von Th. Hoechel 1934 wieder. Durch den Zusammenschluss mit den Vereinen »Schwaben« und »Schachfreunde« entstand der »Groß-Stuttgarter Schachverein«, der im Cafe Fürstenhof ein schö- nes zentrales Lokal für den täglichen Spielbetrieb erhielt [34]. Im »Fürstenhof« spielte vorher der 1927 gegründete Schachclub »Schwaben« [5 1 ]. Ab 1935 bis zum Kriegsende lag die Leitung des Vereins in den Händen von Rudolf Bacher und Otto Kaufmann [34], wobei es weniger von Bedeutung ist, wer zu welcher Zeit gerade 1 . und wer 2. Vorsitzender war. Entscheidend war, dass hier zwei Organisatoren harmonisch zusammenwirkten, wie sie einem Verein selten geschenkt werden. Als krönender Höhepunkt dieser Epoche er- scheint das Internationale Turnier auf der Reichsgartenschau. Der „Fürstenhof' auf einer Grußpostkarte (Quelle: Stadtarchiv Stuttgart).
